Oberzentrum Waldsassen - Cheb (Eger)

Gemeinsam mit der tschechischen Stadt Cheb (Eger) bildet Waldsassen seit 2015 ein Oberzentrum, nachdem man schon 1994 zum gemeinsamen Mittelzentrum ernannt worden war.

Die Stadt im Herzen Europas hat eine reiche Geschichte, die schon im 9. Jahrhundert beginnt.
Ein Ereignis hat sich tief eingeprägt - die Ermordung des politischen und militärischen Abenteurers Herzogs Albrecht von Waldstein. Im Egerer Museum können Sie den Raum in dem Albrecht von Waldstein am 25. Februar 1634 ermordert wurde, sehen. Eines der schönsten romanischen Denkmäler Mitteleuropas ist die Burg von Cheb mit dem Schwarzen Turm.
Das Symbol der Stadt – Špalíček (Stöckl), dessen Entstehung bis in das 13. Jahrhundert reicht, bildet eine unverwechselbare Atmosphäre des Egerer Marktplatzes. Wie bedeutend und einmalig die Denkmäler sind, zeigt auch die Tatsache, dass der historische Kern der Stadt zu den städtischen Denkmalschutzgebieten gehört. Kommen Sie und lassen Sie sich inspirieren, so wie das auch Friedrich Schiller getan hat, als er hier das Material für sein Werk "Die Waldstein Trilogie" sammelte.
Heutzutage herrscht in Cheb ein pulsierendes Leben – geschäftlich sowie touristisch. Nicht nur für Touristen werden Musik- und Szenenvorstellungen angeboten, wie zum Beispiel die bedeutenden Internationale Sommerfestspiele – Jugendblasorchester FIJO. Aber auch die Jazzfestspiele Jazz Jamm, die jedes Jahr im Herbst stattfinden. Der Zyklus der wunderschönen Orgelkonzerte "Egerer Orgelsommer" wurde bereits Tradition. In prachtvollen Ausstellungsräumen, während der Besichtigung der Exposition der Galerie der bildenden Künste oder Galerie der Fotografie, oder auch in einer der privaten Galerien kann der Besucher und Kunst- und Geschichtsliebhaber die Zeit leicht vergessen.

Sie finden die Tourist-Info der Stadt Eger direkt am historischen Marktplatz, die Mitarbeiterinnen sprechen sehr gut deutsch:

Internet: http://tic.mestocheb.cz 
e-mail: infocentrum@mestocheb.cz

Adresse: 
Tourist Information
nám. Krále Jiřího z Poděbrad 31
35002 Cheb 2
Tschechien

Zwischen den beiden Städten Waldsassen und Eger bestand bis zum Ende des zweiten Weltkriegs eine sehr enge Verbindung.
Viele Waldsassener Bürger nutzen das zur damaligen Zeit gute Angebot in der Nachbarstadt zu Einkäufen oder besuchten dort die weiterbildenden Schulen.

Mit dem Ende des Krieges und der Errichtung des eisernen Vorhangs wurde diese Nachbarschaft jäh unterbrochen.
Erst mit der Öffnung des Grenzübergangs Waldsassen - Eger im Sommer 1990 konnte das unterbrochene Verhältnis wieder aufleben.
Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit ergeben sich aus dem Sprachhindernis. Während in Eger relativ viele Menschen deutsch sprechen oder zumindest verstehen, ist der Anteil der tschechisch sprechenden Bevölkerung in Waldsassen relativ gering.

Die ersten gemeinsamen Projekte als grenzüberschreitendes Mittelzentrum sind die Erstellung einer zweisprachigen Beschriftung der Ausstellungsstücke im Stiftlandmuseum Waldsassen sowie die Errichtung eines grenzüberschreitenden Obstlehrpfades durchgeführt bzw. geplant worden.

Weitere gemeinsame Maßnahmen sind im Bereich des Gesundheitswesens, der öffentlichen Infrastruktur, Tourismus (Stichwort "Egrensis Park") und der Feuersicherheit vorgesehen. Inwieweit diese Vorstellungen durch die EU im Rahmen des Programms "INTERREG III" gefördert werden bleibt abzuwarten.

Aber ein gemeinsames Mittelzentrum besteht nicht nur aus infrastrukturellen Einrichtungen. Vielmehr ist ein "Zusammenkommen" der Bevölkerung notwendig.
Auf Vereinsebene trägt die Zusammenarbeit bereits erste Früchte. Zu erwähnen sind hierbei die gemeinsamen Aktivitäten des katholischen Frauenbundes, aber auch die guten Verbindungen zwischen der Berufsfeuerwehr Eger und der Freiwilligen Feuerwehr Waldsassen.

Besonders hervorzuheben ist der "Verein zur Erhaltung und Förderung der Wallfahrtskirche Maria Loreto in Altkinsberg, Egerland e.V.", der es sich zum Ziel gesetzt hat, die Wallfahrtsstätte Maria Loreto in Altkinsberg bei Eger wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen.
Vor der Schließung der Grenze war Maria Loreto ein bedeutender Wallfahrtsorts sowohl für die tschechische als auch die deutsche Seite. In der Zeit des kalten Krieges war die Kirche und die umliegenden Gebäude dem Verfall preisgegeben.
Seit der Öffnung der Grenze bemüht sich der Verein diese Stätte wieder in ihrem alten Glanz entstehen zu lassen. Die Bauwerke werden schrittweise saniert, aber auch die Wallfahrt ist wiederbelebt worden und einer fester Bestandteil des Kirchenkalenders. Weitere Informationen zu der Wallfahrtskirche und zu dem Verein finden Sie unter www.maria-loreto.de.

Veranstaltungskalender
Kontakt